Freitag, 16. Mai 2025

Bye USA (Vancouver, Kanada)

Nach Portland fuhr ich nicht wieder zurück an die Küste, sondern wählte den einfachere und bequemere Weg durchs Landesinnern. So kam ich mitten durch Seattle hindurch. Also nochmals eine Grossstadt mit vielen Hochhäusern, Strassenschluchten und Verkehr. Zum Glück gab es viele Velowege und -streifen, dass ich die meiste Zeit gut vor dem Verkehr geschützt war.
Wie Portland konnte mich auch Seattle nicht begeistern. In den Strassen hatte es noch mehr Obdachlose und die Preise von Lebensmitteln und Unterkünften war noch höher. Also fuhr ich nur durch die Stadt hindurch und übernachtete ausserhalb.
 
Kanada
Schon bald nach Seattle kam ich an die nächste Landesgrenze und reiste nach Kanada ein. Auch dieser Grenzübergang war wieder problemlos und ich kam gut in das nördlichste Land von Nordamerika hinein.
In Vancouver schlug ich schon wieder in einer Grossstadt in einem Hostel mein Lager auf. Da das Wetter gerade einen Hänger hat und es draussen mehrheitlich nass und kalt ist, halte ich mich drinnen auf, lege die Beine hoch und ruhe mich aus.
 
Vancouver
Entgegen den letzten zwei Grossstädten gefällt mir Vancouver ganz gut. Es hat nicht nur viel weniger Obdachlose, sondern auch die Stimmung ist irgendwie entspannter und lockerer. Es hängen sogar wieder Regenbogenfahnen in den Strassen und manche Wege sind farbig angemalt.
 
Pläne machen und verwerfen
Als ich vor 16 ½ Monaten in Ushuaia startete und begann in den Norden zu fahren, konnte ich mir nicht vorstellen weiter hinauf als hier hin zu fahren. Die Wildnis von Kanada und Alaska reizte mich da noch nicht und ich überlegte eher in den Osten nach New York zu gehen als hinauf in die Wildnis. Doch schon bald kamen mir die ersten Veloreisenden entgegen, die in Alaska gestartet sind und ich dachte mir, wenn die die gesamte Strecke gefahren sind, dann schaffe ich das auch. Viele haben zudem von der schönen Landschaft da oben geschwärmt und niemand machte schlechte Erfahrungen mit den Bären oder anderen wilden Tieren.
Nachdem ich nun die USA von Süd bis Nord durchquer habe, hat es den Reiz das Land gleich auch noch von West nach Ost zu durchqueren verloren. Nach den Grossstädten und der oft dicht besiedelten Gebieten ruft mich nun die Wildnis und Einsamkeit.
 
Neuanfang
Von Ushuaia bis hier bin ich nun knapp 29`000 km gefahren. Bis zum Arktischen Meer sind es noch Rund 4200 km. Also eigentlich nur noch ein kurzer Rest. Doch ist das noch ca. dieselbe Strecke wie von der Schweiz ans Nordkapp oder die von Lissabon nach Moskau. Einfach überwiegend durch Wildnis und Natur ohne grosse Städte. 
Also nochmals ein neues Abenteuer mit neuen Herausforderungen. So habe ich erneut etliche Stunden mit Recherche und Planung verbracht. Meine Lebensmittel sind nun in einem Bärensicheren Kanister und ich besitze einen Bärenspray. Zudem habe ich bei Phönix nochmals das Öl gewechselt und eine neue Kette montiert. Der Rest sollte laut Velomechaniker noch ok sein. So fühlt es sich nun an, als stünde ich am Start eines neuen Abenteuers. Voller Vorfreude aber auch etwas nervös und aufgeregt. Nun muss nur noch das Wetter besser werden damit ich mich in dieses Abenteuer stürzen kann. 


Kanadagänse



Seattle

Seattle

Seattle

Edison

Lynden

Vancouver

Vancouver

Vancouver

Vancouver


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