Nach Portland fuhr ich nicht wieder zurück an die Küste, sondern wählte den
einfachere und bequemere Weg durchs Landesinnern. So kam ich mitten durch Seattle
hindurch. Also nochmals eine Grossstadt mit vielen Hochhäusern,
Strassenschluchten und Verkehr. Zum Glück gab es viele Velowege und -streifen, dass
ich die meiste Zeit gut vor dem Verkehr geschützt war.
Wie Portland konnte mich auch Seattle nicht begeistern. In den Strassen
hatte es noch mehr Obdachlose und die Preise von Lebensmitteln und Unterkünften war
noch höher. Also fuhr ich nur durch die Stadt hindurch und übernachtete
ausserhalb.
Kanada
Schon bald nach Seattle kam ich an die nächste Landesgrenze und reiste nach
Kanada ein. Auch dieser Grenzübergang war wieder problemlos und ich kam gut in
das nördlichste Land von Nordamerika hinein.
In Vancouver schlug ich schon wieder in einer Grossstadt in einem Hostel
mein Lager auf. Da das Wetter gerade einen Hänger hat und es draussen mehrheitlich
nass und kalt ist, halte ich mich drinnen auf, lege die Beine hoch und ruhe
mich aus.
Vancouver
Entgegen den letzten zwei Grossstädten gefällt mir Vancouver ganz gut. Es
hat nicht nur viel weniger Obdachlose, sondern auch die Stimmung ist irgendwie
entspannter und lockerer. Es hängen sogar wieder Regenbogenfahnen in den
Strassen und manche Wege sind farbig angemalt.
Pläne machen und verwerfen
Als ich vor 16 ½ Monaten in Ushuaia startete und begann in den Norden zu
fahren, konnte ich mir nicht vorstellen weiter hinauf als hier hin zu fahren. Die
Wildnis von Kanada und Alaska reizte mich da noch nicht und ich überlegte eher
in den Osten nach New York zu gehen als hinauf in die Wildnis. Doch schon bald
kamen mir die ersten Veloreisenden entgegen, die in Alaska gestartet sind und ich
dachte mir, wenn die die gesamte Strecke gefahren sind, dann schaffe ich das
auch. Viele haben zudem von der schönen Landschaft da oben geschwärmt und
niemand machte schlechte Erfahrungen mit den Bären oder anderen wilden Tieren.
Nachdem ich nun die USA von Süd bis Nord durchquer habe, hat es den Reiz
das Land gleich auch noch von West nach Ost zu durchqueren verloren. Nach den
Grossstädten und der oft dicht besiedelten Gebieten ruft mich nun die
Wildnis und Einsamkeit.
Neuanfang
Von Ushuaia bis hier bin ich nun knapp 29`000 km gefahren. Bis zum
Arktischen Meer sind es noch Rund 4200 km. Also eigentlich nur noch ein kurzer
Rest. Doch ist das noch ca. dieselbe Strecke wie von der Schweiz ans Nordkapp
oder die von Lissabon nach Moskau. Einfach überwiegend durch Wildnis und Natur
ohne grosse Städte.
Also nochmals ein neues Abenteuer mit neuen Herausforderungen.
So habe ich erneut etliche Stunden mit Recherche und Planung verbracht. Meine
Lebensmittel sind nun in einem Bärensicheren Kanister und ich besitze einen
Bärenspray. Zudem habe ich bei Phönix nochmals das Öl gewechselt und eine neue
Kette montiert. Der Rest sollte laut Velomechaniker noch ok sein. So fühlt es
sich nun an, als stünde ich am Start eines neuen Abenteuers. Voller Vorfreude
aber auch etwas nervös und aufgeregt. Nun muss nur noch das Wetter besser
werden damit ich mich in dieses Abenteuer stürzen kann.
![]() |
| Kanadagänse |
![]() |
| Seattle |
![]() |
| Seattle |
![]() |
| Seattle |
![]() |
| Edison |
![]() |
| Lynden |
![]() |
| Vancouver |
![]() |
| Vancouver |
![]() |
| Vancouver |
![]() |
| Vancouver |











Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen