Mittwoch, 30. Juli 2025

Heimreise (Hasle, Schweiz)

Während der ganzen Reise habe ich immer wieder überlegt, von wo aus und wie ich am Ende zurück nach Europa kommen könnte. Schliesslich wurde Alaska zu meinem letzten Ziel und somit viel die Heimreise mit einem Frachtschiff weg. Also doch fliegen. Ab Anchorage gibt es eine direkte Verbindung nach Frankfurt, welche nicht nur die schnellste, sondern auch die günstigste ist. Dann blieb nur noch die Frage, wie komme ich von Frankfurt in die Schweiz? Fliegen, Zug oder per Velo? Vor ein paar Jahren wäre das noch keine Frage gewesen und ich wäre selbstverständlich mit dem Velo gefahren. Nun bin ich etwas älter und bequemer geworden und überlegte den Zug zu nehmen. Mit dem ganzen Gepäck und Phönix in einer Kiste ist Zugfahren jedoch eine ziemliche Qual. So entschloss ich mich den einfachsten und bequemsten Weg zu nehmen und auch diese Strecke zu fliegen.
Der Flug von Anchorage nach Frankfurt verlief sehr ruhig und mit nur einer kleinen Verspätung. Zwischen den Wolken hatte ich sogar noch ein paar letzte Blicke auf die Wildnis von Alaska und das Eis von Grönland. Die meiste Zeit war es jedoch bewölkt und ich sah leider nur die Oberseite der Wolken.

In Frankfurt begrüsste mich dann das trübe Europawetter und wegen Gewittern hatte der Flug nach Zürich Verspätung. Diese Verspätung wurde immer wie länger und bis das Flugzeug dann endlich abhob und nach ein paar weiteren Kurven um Wolken herum in Zürich landete, wäre ich mit dem Zug bereits in Hasle gewesen.
In Zürich begrüsste mich dann meine Mutter und zu meiner Überraschung auch mein Vater. Gemeinsam fuhren wir dann das letzte Stück mit dem Zug und kamen gut vier Stunden später als ursprünglich gedacht an.

Jetzt bin ich wieder zurück in der Schweiz. Habe den grösste Jetlag meines Lebens und meine Gefühle spielen weiter Achterbahn. Einerseits bin ich glücklich hier zu sein und freue mich in den nächsten Tagen alle meine Lieben wieder zu sehen. Anderseits fühlt sich alles extrem fremd an und waren die Strassen schon immer so eng hier?

Nun endet also meine Reise definitiv. Keine Ahnung wann ich das nächste Abenteuer starten kann und wohin es mich führen wird. Ich weiss nur, dass es definitiv kommen wird und mich wieder auf dem Velo (oder zu Fuss) irgendwo in abgelegene Gebiete dieser Erde führen wird.

Zuletzt will ich noch Danke sagen! An euch alle, die mich auf dieser wunderbaren, erlebnisreichen und unvergesslichen Reise durch den amerikanischen Doppelkontinent begleitet habt:

Vielen Dank an alle die von Beginn an dabei waren und mich durch alles begleitet und motiviert habt. Eure Ausdauer ist unglaublich mein Geschreibsel so lange auszuhalten und all meine Schreibfehler und Grammatikschwächen grosszügig zu übersehen!

Vielen Dank an alle, die ich unterwegs kennenlernen durfte und die mich auf der Strasse unterstützt, motiviert und mir geholfen haben. Ohne euch hätte ich es nicht geschafft und wäre irgendwo am Strassenrand verdurstet oder sonst wie auf der Strecke liegen geblieben.

Vielen Dank an alle, die auf mir unbegreifliche Weise irgendwie auf mich aufmerksam wurden und ohne mich zu kennen gefolgt und mich begleitet haben. Ich freue mich euch auf einem anderen Abenteuer, an einem anderen Ort in Live kennen zu lernen!

Vielen Dank!

Euer Kilian 












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