Während der
ganzen Reise habe ich immer wieder überlegt, von wo aus und wie ich am Ende
zurück nach Europa kommen könnte. Schliesslich wurde Alaska zu meinem letzten
Ziel und somit viel die Heimreise mit einem Frachtschiff weg. Also doch
fliegen. Ab Anchorage gibt es eine direkte Verbindung nach Frankfurt, welche
nicht nur die schnellste, sondern auch die günstigste ist. Dann blieb nur noch
die Frage, wie komme ich von Frankfurt in die Schweiz? Fliegen, Zug oder per
Velo? Vor ein paar Jahren wäre das noch keine Frage gewesen und ich wäre
selbstverständlich mit dem Velo gefahren. Nun bin ich etwas älter und bequemer
geworden und überlegte den Zug zu nehmen. Mit dem ganzen Gepäck und Phönix in
einer Kiste ist Zugfahren jedoch eine ziemliche Qual. So entschloss ich mich den
einfachsten und bequemsten Weg zu nehmen und auch diese Strecke zu fliegen.
Der Flug von
Anchorage nach Frankfurt verlief sehr ruhig und mit nur einer kleinen
Verspätung. Zwischen den Wolken hatte ich sogar noch ein paar letzte Blicke auf
die Wildnis von Alaska und das Eis von Grönland. Die meiste Zeit war es jedoch
bewölkt und ich sah leider nur die Oberseite der Wolken.
In Frankfurt
begrüsste mich dann das trübe Europawetter und wegen Gewittern hatte der Flug
nach Zürich Verspätung. Diese Verspätung wurde immer wie länger und bis das
Flugzeug dann endlich abhob und nach ein paar weiteren Kurven um Wolken herum
in Zürich landete, wäre ich mit dem Zug bereits in Hasle gewesen.
In Zürich
begrüsste mich dann meine Mutter und zu meiner Überraschung auch mein Vater.
Gemeinsam fuhren wir dann das letzte Stück mit dem Zug und kamen gut
vier Stunden später als ursprünglich gedacht an.
Jetzt bin ich
wieder zurück in der Schweiz. Habe den grösste Jetlag meines Lebens und meine
Gefühle spielen weiter Achterbahn. Einerseits bin ich glücklich hier zu sein
und freue mich in den nächsten Tagen alle meine Lieben wieder zu sehen.
Anderseits fühlt sich alles extrem fremd an und waren die Strassen schon immer
so eng hier?
Nun endet also
meine Reise definitiv. Keine Ahnung wann ich das nächste Abenteuer starten kann
und wohin es mich führen wird. Ich weiss nur, dass es definitiv kommen wird und
mich wieder auf dem Velo (oder zu Fuss) irgendwo in abgelegene Gebiete dieser
Erde führen wird.
Zuletzt will ich
noch Danke sagen! An euch alle, die mich auf dieser wunderbaren,
erlebnisreichen und unvergesslichen Reise durch den amerikanischen
Doppelkontinent begleitet habt:
Vielen Dank an alle
die von Beginn an dabei waren und mich durch alles begleitet und motiviert
habt. Eure Ausdauer ist unglaublich mein Geschreibsel so lange auszuhalten und
all meine Schreibfehler und Grammatikschwächen grosszügig zu übersehen!
Vielen Dank an alle,
die ich unterwegs kennenlernen durfte und die mich auf der Strasse unterstützt,
motiviert und mir geholfen haben. Ohne euch hätte ich es nicht geschafft und
wäre irgendwo am Strassenrand verdurstet oder sonst wie auf der Strecke liegen
geblieben.
Vielen Dank an
alle, die auf mir unbegreifliche Weise irgendwie auf mich aufmerksam wurden und
ohne mich zu kennen gefolgt und mich begleitet haben. Ich freue mich euch auf
einem anderen Abenteuer, an einem anderen Ort in Live kennen zu lernen!
Vielen Dank!
Euer Kilian
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