Samstag, 1. März 2025

Adiós Mexico, (El Centro, Kalifornien, USA)

Abwechslungsreiche Wüste
Wie Baja California Sur, war auch mein letzter Bundesstaat in Mexiko, Baja California vorallem Wüste. Jedoch überhaupt nicht langweilig. Mal hatte es viele Kakteen, mal nur Steine, mal Kakteen und Steine, dann wieder nur Sand. Auch der Wind brachte viel Abwechslung hinein, an manchen Tagen stürmte es so stark, dass ich fast nicht voran kam. Oft nur einen Tag später hatte es dann überhaupt keinen Wind mehr und wieder einen Tag später war der Wind zurück. So fuhr ich mal schneller, mal langsamer von einem schönen Übernachtungsplatz in der Wüste zum nächsten. Immer wieder hatte es am Strassenrand kleine Lebensmittelläden, die zwar nicht ganz billig, aber doch meistens alles was man braucht verkauften.
So hatte ich immer genügend zu Essen und Trinken dabei und genoss die letzte Zeit in Mexiko in vollen Zügen. 

Panne
Nachdem ich in San Felipe, der letzten Stadt vor der Grenze nochmals einen Ruhetag gemacht hatte, fuhr ich ein letztes Mal in die mexikanische Wüste hinaus. Bereits seit ein paar Tagen knarzte etwas im Antrieb von Phönix. Da er trotzdem weiterfuhr, ignorierte ich es. Doch 40 km nach San Felipe knarzte es plötzlich ganz laut und das Tretlager wackelte ganz schön stark. Obwohl ich es noch versuchte, hatte ich keine Changse so noch weiter zu fahren. Also stellte ich mich an den Strassenrand und machte Autostop zurück nach San Felipe. Bereits nach 10 Minuten hielt ein Pick-up an und nahm mich mit. Nach weiteren 30 Minuten war ich wieder in San Felipe, wo der Velomechanicker gerade sein Geschäft öffnete. Er nahm sich sofort meinem Problem an und zauberte schliesslich auch ein neues Tretlager aus den Tiefen seiner etwas chaotischen Werkstatt hervor. Es ist zwar ein paar Milimeter kürzer als das alte, passt aber  trotzdem erstaundlich gut. Nach einer Stunde war Phönix wieder heile und rund 100 Minuten nach dem er schlap gemacht hatte, war er wieder fahrtüchtig. So fuhr ich fünf Stunden nachdem ich das erste Mal aus San Felipe hinaus fuhr ein zweites Mal die 40 km in die Wüste hinaus. Ich hoffe nun, dass nicht noch mehr solche Pannen kommen und wenn doch, auch diese so schnell repariert sind. 

Grenze
Fast ganze drei Monate war ich nun in Mexiko. Ausser in Neuseeland war ich noch in keinem anderen Land so lange am Stück unterwegs. Ich hab viel gesehen, bin durch verschiedene Klimazonen gefahren und hab meinen 50'000ster Kilometer mit Phönix zurückgelegt. Nun nach 5'000 km stand ich vor der nächsten Grenze. Dieses mal eine mit einem riesigen Grenzzaun und es fühlte sich fast so an wie eine Grenze zu einer anderen Welt. 
Der Übertritt ging dann erstaundlich problemlos und die meiste Zeit, die ich am Schalter stand, verbrachte die Grenzbeamtin damit in ihrem Computer die Schweiz zu suchen. Es musste sogar ein Kollege zu Hilfe kommen und als sie dann gemeinsam die Schweiz gefunden hatten und ich gescannt und registriert war, konnte ich auch schon auf die andere Seite des Zauns wechseln. 
Nun habe ich neue 3 Monate Zeit um dieses Land zu erfahren. Die ersten Kilometer fühlten sich sehr ungewohnt an. Scheint doch alles hier etwas grösser, es liegt kein Müll mehr herum und die Hunde sind alle hinter Zäunen.

















US-Grenzzaun


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