Vier Tage lang erkundete ich Lima,
ruhte mich aus und plante die nächsten Etappen. An einem Nachmittag bekam ich
sogar eine private Stadtführung einer Freundin der Frau meines Cousins. So bekam
ich noch einen Blick hinter die „Touristen-Kulisse“. Mein Eindruck von Lima?:
Gross, neblig und für eine südamerikanische Grossstadt sehr ordentlich. In den
meisten Bezirken fühlte es sich schon fast wie in einer europäischen Stadt an.
Nebel
Nach Lima ging es weiter auf der
Autobahn durch den Nebel. Auch wenn das Meer oft nur wenige Meter von der
Strasse entfernt war, so sah ich praktisch nichts davon. Oft war der Nebel
sogar so dicht, dass alles eklig feucht war und ich die Regenjacke anzog. Auch
die Temperaturen waren mit maximal 20 Grad kühl und ungemütlich. So bog ich
nach zwei Tagen wieder nach Osten ab und kehrte in die Berge zurück. Leider war
auch über dem Nebel eine weitere Wolkenschicht und ich konnte die Sonnencreme
weiterhin in der Tasche lassen.
Chilis soweit das Auge reichte
Über 110 km ging es ab 200 m über
Meer hinauf auf 4100 m. Zuerst führte die Strasse alles am Fluss entlang durch
das Tal. Auf der einten Seite der Strasse war alles grün und es hatte
zahlreiche Äcker mit den unterschiedlichsten Kulturen. (unter anderem Mais, Chili,
Aprikosen, Mandeln, Bananen, Zuckerrohr, usw.) Auf der anderen Seite der
Strasse wurde nicht bewässert und es war steinige, trockene Wüste. An manchen Stellen
wurden in dieser Wüste Mais, Bohnen und vor allem Chilis ausgebreitet und getrocknet.
Ich war sehr beeindruck ab der Menge von Chilis, die da liegen und von Hand
gewendet und schliesslich wieder zusammengepackt werden.
Unerwarteter Übernachtungsplatz
Je weiter hinauf ich kam, je enger
wurde das Tal und steiler das Gelände. Die Strasse machte nun zahlreiche Kehren,
behielt ihre Steigung jedoch bei. Ich brauchte zwei Tage um die Höhenmeter zu
bewältigen. Am Ende des ersten Tags deckte ich mich in einem Dorf nochmals mit
Lebensmittel und Wasser ein und wollte noch rund eine Stunde weiterfahren. Am
Dorfausgang verkaufte eine Frau vor ihrem Haus am Strassenrand frische Aprikosen.
Ich kaufte ihr welche ab und sie gab mir noch von einer Cherimoya, einer
exotischen Frucht zu kosten, die ich noch nicht kannte. Da die Kommunikation
bis da sehr gut lief, versuchte ich pantomimisch zu fragen ob die Frucht am
Boden oder an einem Baum wächst. Die Frau verstand jedoch ob ich hier
übernachten könne und zeigte mir eine flache Stelle auf der anderen Seite der
Strasse. Nachdem ich zur Sicherheit mit dem Übersetzungsapp nachgefragt hatte ob ich
wirklich hier schlafen könne, änderte ich meinen Plan und stellte das Zelt auf.
Wo die Frucht den nun wächst weiss ich immer noch nicht. Dafür kam ich so
einfach wie noch nie zu einem Schlafplatz.
Huaraz
Nach der Passhöhe ging es wieder
1000 Höhenmeter hinab und ich landete in Huaraz. Einer Stadt mitten in den
Bergen. Selber überhaupt nichts schönes, aber ein beliebter Ausgangspunkt für zahlreiche
Bergtouren. Hier verbringe ich nochmals einen Ruhetag, bevor ich erneut richtig
tief in die peruanischen Berge hinein gehe.
Mittlerweile kam sogar die Sonne
zurück und es ist sehr eindrücklich, welche Kraft sie hat. Sogar hier auf 3000
m Höhe wird es an der Sonne schnell 30 Grad warm, während die Temperaturen in
der Nacht nahe an die Frostgrenze sinken.
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| Lima |
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| Lima |
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| Lima |
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| Lima, Regierungspalast |
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| Lima |
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| Lima |
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| Autobahn |
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| Autobahn |
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| Huacho |
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| Chili-Trocknung |
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| Chili-Trocknung |
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| Chili |
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| Mais |
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| Raquia |
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| 4‘000 m |
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| Huaraz |
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| Huaraz |
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