Ich rechnete damit, dass nun
unterhalb 1000 m und in der Wüste es wieder heiss wird und so verstaute ich
meine warmen Kleider unten in der Tasche.
Nasca-Kultur
In Nazca wurde es dann auch gut 30 Grad warm, die Luft war jedoch sehr trocken und die Hitze somit sehr gut auszuhalten. Ich verlängerte meinen Aufenthalt um einen Tag und besuchte verschiedene Relikte der Nazca-Kultur, die Rund 2000 Jahre alt sind. Wie von den Ruinen der Inkas, war ich auch von den Überbleibseln der Nazca-Kultur tief beeindruckt.
Als ich schliesslich weiter in den Norden fuhr, kam ich auch an den berühmten Nazca-Linien vorbei. Zu meiner Freude konnte ich auch ohne einen Rundflug zu machen zahlreiche Linien und Figuren vom Boden aus bewundern. Natürlich sah ich nur einen Bruchteil der insgesamt über 1500 Scharrbilder. Es reichte jedoch aus, einen Eindruck davon zu bekommen und ich bin erstaunt, dass sie nach Rund 2000 Jahren immer noch so gut sichtbar sind, obwohl sie nur wenige Zentimeter in den Boden gegraben wurden.
Paracas Naturreservat
Die Temperaturen waren nun jedoch bei weitem nicht so warm wie erwartet. Dafür kam ich in den Küstennebel und es wurde ziemlich feucht. Zudem fuhr ich die meiste Zeit auf der Autobahn. Da kam ich zwar gut voran, sah aber so gut wie nichts von der Umgebung. So entschied ich mich in Ica wieder abzubiegen und fuhr durch das Paracas Naturreservat.
Schnell war ich wieder alleine und hatte die Strasse für mich. Die wurde auch schnell kleiner und weniger gut ausgebaut. Da die Wüste an dieser Stelle mehrheitlich aus Lehm besteht und nicht aus Sand waren die Wege auch mit meinen schmalen Reifen gut befahrbar und ich blieb nur selten stecken.
Sofort fühlte ich mich wieder wohl und genoss die karge Landschaft. Bald kam ich auch an die Küste und konnte wieder einmal meine zwei Lieblinge Meer und Wüste gemeinsam geniessen.
Isla Ballestas
Viel zu schnell kam ich an das andere Ende des Naturreservats und in den Touristen-Hotspot Paracas. Als Kontrastprogramm zu der Einsamkeit in der Wüste buchte ich mich eine Bootsfahrt zu den Ballestas Inseln. Ich hatte gelesen, dass sie einen Besuch wert seien und auch als Galapagos für Arme bezeichnet werden. Kurz vor Abfahrt durfte ich mich als einziger Passagier zu vorerst in den Bug des Bootes setzten. Ich weiss nicht, wie ich zu dieser Ehre kam. War es, weil ich der einzige Alleinreisende war, ich den Preis nicht drückte und somit wahrscheinlich zu viel bezahlte oder war doch mein Geruch nach vier Tagen Wüste ohne Dusche eine zu grosse Zumutung? Egal weshalb, ich genoss die Bootsfahrt in der Poleposition, auch wenn die Inseln eher eine Enttäuschung waren und sich zurzeit nur wenige Tiere darauf aufhalten.
Lima
Weiter fuhr ich wieder auf der Autobahn durch den Nebel nordwärts. Anstelle der Sonnencreme brauchte ich tatsächlich die Regenjacke. Meine Laune und Motivation waren jedoch weiterhin gut, konnte ich doch kurz vor Lima meinen 10‘000 km in Südamerika feiern.
Angekommen in der Hauptstadt und grössten Stadt von Peru, war ich zuerst einmal überrascht. Es hat hier tatsächlich Velowege, die meisten Häusser sind zu Ende gebaut und auf den Strassen herrscht so was wie Ordnung. Ganz ungewohnt werden die Schilder und Ampeln befolgt. Die Kreuzungen sind nicht dauernd verstopft, sondern die Autos warten mit dem hineinfahren bis die Ausfahrt auch wirklich frei ist. Das Beste ist jedoch dass es keine Strassenhunde gibt und natürlich die Einkaufszentren. Das erste Mal seit Chile kann ich wieder alles kaufen. So kam ich in den Genuss von frischen Champignons, Vollkornbrot und fand sogar Gemüsebouillon. Nur guter Schokolade bin ich noch nicht begegnet...
In Nazca wurde es dann auch gut 30 Grad warm, die Luft war jedoch sehr trocken und die Hitze somit sehr gut auszuhalten. Ich verlängerte meinen Aufenthalt um einen Tag und besuchte verschiedene Relikte der Nazca-Kultur, die Rund 2000 Jahre alt sind. Wie von den Ruinen der Inkas, war ich auch von den Überbleibseln der Nazca-Kultur tief beeindruckt.
Als ich schliesslich weiter in den Norden fuhr, kam ich auch an den berühmten Nazca-Linien vorbei. Zu meiner Freude konnte ich auch ohne einen Rundflug zu machen zahlreiche Linien und Figuren vom Boden aus bewundern. Natürlich sah ich nur einen Bruchteil der insgesamt über 1500 Scharrbilder. Es reichte jedoch aus, einen Eindruck davon zu bekommen und ich bin erstaunt, dass sie nach Rund 2000 Jahren immer noch so gut sichtbar sind, obwohl sie nur wenige Zentimeter in den Boden gegraben wurden.
Die Temperaturen waren nun jedoch bei weitem nicht so warm wie erwartet. Dafür kam ich in den Küstennebel und es wurde ziemlich feucht. Zudem fuhr ich die meiste Zeit auf der Autobahn. Da kam ich zwar gut voran, sah aber so gut wie nichts von der Umgebung. So entschied ich mich in Ica wieder abzubiegen und fuhr durch das Paracas Naturreservat.
Schnell war ich wieder alleine und hatte die Strasse für mich. Die wurde auch schnell kleiner und weniger gut ausgebaut. Da die Wüste an dieser Stelle mehrheitlich aus Lehm besteht und nicht aus Sand waren die Wege auch mit meinen schmalen Reifen gut befahrbar und ich blieb nur selten stecken.
Sofort fühlte ich mich wieder wohl und genoss die karge Landschaft. Bald kam ich auch an die Küste und konnte wieder einmal meine zwei Lieblinge Meer und Wüste gemeinsam geniessen.
Viel zu schnell kam ich an das andere Ende des Naturreservats und in den Touristen-Hotspot Paracas. Als Kontrastprogramm zu der Einsamkeit in der Wüste buchte ich mich eine Bootsfahrt zu den Ballestas Inseln. Ich hatte gelesen, dass sie einen Besuch wert seien und auch als Galapagos für Arme bezeichnet werden. Kurz vor Abfahrt durfte ich mich als einziger Passagier zu vorerst in den Bug des Bootes setzten. Ich weiss nicht, wie ich zu dieser Ehre kam. War es, weil ich der einzige Alleinreisende war, ich den Preis nicht drückte und somit wahrscheinlich zu viel bezahlte oder war doch mein Geruch nach vier Tagen Wüste ohne Dusche eine zu grosse Zumutung? Egal weshalb, ich genoss die Bootsfahrt in der Poleposition, auch wenn die Inseln eher eine Enttäuschung waren und sich zurzeit nur wenige Tiere darauf aufhalten.
Weiter fuhr ich wieder auf der Autobahn durch den Nebel nordwärts. Anstelle der Sonnencreme brauchte ich tatsächlich die Regenjacke. Meine Laune und Motivation waren jedoch weiterhin gut, konnte ich doch kurz vor Lima meinen 10‘000 km in Südamerika feiern.
Angekommen in der Hauptstadt und grössten Stadt von Peru, war ich zuerst einmal überrascht. Es hat hier tatsächlich Velowege, die meisten Häusser sind zu Ende gebaut und auf den Strassen herrscht so was wie Ordnung. Ganz ungewohnt werden die Schilder und Ampeln befolgt. Die Kreuzungen sind nicht dauernd verstopft, sondern die Autos warten mit dem hineinfahren bis die Ausfahrt auch wirklich frei ist. Das Beste ist jedoch dass es keine Strassenhunde gibt und natürlich die Einkaufszentren. Das erste Mal seit Chile kann ich wieder alles kaufen. So kam ich in den Genuss von frischen Champignons, Vollkornbrot und fand sogar Gemüsebouillon. Nur guter Schokolade bin ich noch nicht begegnet...
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| Cahuachi Pyramide |
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| Cahuachi Pyramide |
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| 400 Jahre alter Baum |
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| Bewässerungssystem der Nazca-Kultur |
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| Bewässerungssystem der Nazca-Kultur |
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| Nazca-Linien |
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| Nazca-Linien |
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| Nazca-Linien |
























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