Freitag, 31. Mai 2024

Bergtour mal anders (Abancay, Peru)

Nach dem Besuch des Machu Picchu musste ich mich entscheiden, welche Route ich nun nehme um wieder aus den abgelegenen Bergen hinaus zu kommen. 

Drei Varianten 
Dazu hatte ich grob drei Möglichkeiten: 
1. Zurück Richtung Cusco und vor Cusco nach Westen Richtung Küste abbiegen. Dabei hätte ich 150 km die selbe Strasse, die ich bereits gefahren bin zurück fahren müssen. Alles ist jedoch gut ausgebaut und erschlossen. 
2. Weiter Richtung Norden in die Berge hinein. Das würden jedoch mehrere hohe Pässe bedeuten in einer ziemlich abgelegenen Gegend in der ich nicht weiss, wie gut der Zustand der Strassen ist. 
Oder 3. über den Abra Salkantay Pass. So wäre ich innert 90 km am selben Punkt, an dem ich bei der 1. Variante nach 220km wäre. Über den Abra Salkantay Pass führt jedoch nur ein Wanderweg…

Zufahrt zum Pass
Schliesslich entschied ich mich doch für sie 3. Variante und bog in das Seitental Richtung Pass ab. Bereits die Zufahrt war sehr Steil und mit vielen losen Steinen. Obwohl die Strasse noch von Autos befahrbar, musste ich kämpfen um hoch zu kommen und oft schieben. Zudem ist das Klima da tropisch und somit sehr schwül. Sowohl die Temperaturen wie auch die Pflanzen neben der Strasse sind noch sehr ungewohnt für mich. Ich genoss es trotzdem unter Bananen- und Avocadobäumen, neben Kaffeesträuchern und anderen tropischen Pflanzen zu fahren. 

Hilfe
Am Morgen des zweiten Tages war es dann soweit und die Strasse wurde zu einem Wanderweg, der nur noch zu Fuss oder mit Pferden und Maultieren begehbar ist. Ich dachte mir, wenn da Pferde und Maultiere durchkomme, so schaffe ich das mit dem Velo auch! 
Von beginn an war es jedoch nicht möglich zu fahren. Schnell wurde es steinig und steil. Also schob ich Phönix den Berg hoch. Als mir das zu anstrengend wurde, packte ich das Gepäck ab, trug es ein Stück hoch und holte Phönix nach. Das war zwar weniger anstrengend, dafür äusserst mühsam und extrem langsam. 
Als mich dann die zweite Maultierkarawane ohne Last überholte, hielt ich sie an und bat sie, mein Gepäck mitzunehmen. So banden sie je zwei Taschen auf zwei Maultiere und es ging viel leichter weiter. Dafür verlangten sie zwar einen Wucherpreis, aber das war mir in dem Moment egal.
Auch mit dem leeren Velo hatte ich keine Chance mit der Karawane schritt zuhalten. Am Mittag holte ich sie jedoch auf und konnte sogar ein Stück voraus gehen und sie zeigten mir auf der Karte bis wohin sie an diesem Tag gehen. 
Auch ohne Gepäck war es äusserst anstrengend und immer wie häufiger musste ich Phönix tragen und konnte nicht schieben, (von fahren sprechen wir schon gar nicht.)
Je weiter hinauf ich kam, desto grösser waren sie Augen der Wanderer, als ich ihnen mit dem Velo entgegen kam. Denn die Strecke ist eine beliebte Trecking-Route. Praktisch alle gehen jedoch in die entgegengesetzte Richtung und viele lassen ihr Gepäck von Maultieren transportieren. Deshalb waren die Karawanen in meine Richtung ohne Gepäck unterwegs und ich konnte meines mitgeben. Es ist sehr eindrücklich wie die Maultiere frei die Strecke gehen. Selbst wenn sich zwei Karawanen kreuzen gibt es kein durcheinander und keines wechselt die Richtung. Nur von mir, respektive von Phönix hatten sie Angst und brauchten jeweils viel Mut um zu kreuzen oder mich zu überholen. 

Gepäcksuche
Als ich es geschafft hatte und die 4630 m hohe Passhöhe erreicht hatte ging ein kalter Wind. Alle Wanderer hatten Jacken, Mützen und Handschuhe an. Nur ich hatte natürlich alle Kleider auf den Maultieren und nichts zum Anziehen und von meiner Karawane war weit und breit nichts zu sehen. Also ging ich schnell auf der anderen Seite des Passes hinunter. Da kam ich nach ca einem Kilometer an den kleinen See, bis zu dem sie gehen wollten. Aber auch da war nichts von meiner Karawane und meinem Gepäck zu sehen. Eine andere Gruppe schlug zwar ein Lager auf, aber sie wollten sie nicht gesehen haben. Auf der Karte sah ich, dass oben auf der Passhöhe noch ein anderer See ist. So lief ich zurück und suchte da nach ihnen. Langsam ging die Sonne unter, es zog Nebel auf und es war ars… kalt. Ich fluchte vor mich hin und ging wieder zurück. Da lag alles Gepäck bei Phönix. Sie waren nur 100m weiter hinter einem Hügel und wunderten sich schon wo ich bleibe. 🫣

Kalte Nacht
Erschöpft, aber froh meine warmen Kleider wieder zu haben, stellte ich mein Zelt in die Nähe von dem Zelt der Maultiertreiber auf. Ich durfte mich an ihrem Lagerfeuer aufwärmen und darauf mein Abendessen kochen. Mit dem Übersetzer auf dem Natel versuchten wir noch miteinander zu sprechen. Eine Passquerung mit den Maultieren dauert 1.5 Tage. Sie gehen also immer 1.5 Tage hin, 1.5 Tage zurück und machen danach 3 Tage Pause. So hab ich es jedenfalls verstanden. 
Aufgewärmt genoss ich die tolle Aussicht auf die umliegende Berge und zum Einschlafen konnte ich den Maultieren beim grasen zuhören. Die Nacht da oben auf 4500m war jedoch sehr kalt und am Morgen war alles mit einer dicken Eisschicht überzogen. Ich war jedenfalls extrem froh, nicht ohne meine Ausrüstung übernachten zu müssen! 😅

Abstieg
Da die Karawane bereits am Morgen um 2 weiter zogen und ich nicht so früh aufstehen wollte, musste ich mein Gepäck wieder selber transportieren. Ganz langsam und Vorsichtig gelang es mir ohne Sturz hinab zu kommen. Dabei musste ich immer wieder anhalten und auf Wanderer und Karawanen warten. Denn an vielen Stellen war es nicht möglich zu kreuzen und es kamen mir ganze Völkerwanderungen entgegen. Ich musste den anderen Touristen auch immer wieder die selben Fragen beantworten: „Ist das ein guter Weg um Fahrrad zu fahren“ - „Nein“,  „ist es möglich mit dem Fahrrad über den Pass zu fahren?“ - „Nein“, „macht es Spass mit dem Fahrrad da durch zu gehen?“ - „Ja!“, …
Die Einheimischen hingegen fragten mich immer wieder, weshalb ich schiebe und nicht fahre…

Wieder fahrbare Strassen
Schliesslich hatte ich es geschafft, der Weg wurde breiter und ich kam an grossen Parkplätzen vorbei, an denen die Wanderer ausgeladen und das Gepäck auf die Maultiere gepackt werden. Ich wundere mich nur, dass ich auf der anderen Seite des Passes keine solchen Parkplätze gesehen hab. Keine Ahnung wo die Touristenmassen nach der Wanderung wieder in die Autos geladen werden…
Jedenfalls war ab da die Strasse wieder gut befahrbar und ich konnte alles fahren. Es ging hinab, hinab und nochmals hinab. 2800m tiefer kam ich schliesslich auf sie Strasse nach Cusco und war nun wieder auf der Route, die andere (normale) Veloreisende auch nehmen um von Cusco an die Küste zu kommen. 
War es nun eine gute Idee diese Route zu nehmen? Definitiv nicht! Würde ich es wieder tun? Höchstwahrscheinlich schon! 
Die vielen Maultierkarawanen zu beobachten war sehr spannend und die Passüberquerung ein Abenteuer, dass ich nicht vergessen werde. 
An der Küste bin ich jedoch noch lange nicht und es gibt immer noch viele Höhenmeter und Serpentinen, bis ich wieder einmal das Meer sehe. Der Rest der Strecke ist nun jedoch alles Teerstrasse und sollte nicht mehr so herausfordernd sein.



Bananen 

Kaffee 



meine Retter



mein Gepäck

nicht mein Gepäck…


Salcantay





Abancay


Samstag, 25. Mai 2024

Auf den Spuren der Inkas (Aguas Calientes, Peru)

Nach nur 35km nach Pisac und einem Pass, kam ich nach Cusco und in die nächste spannende Stadt.
 
Cusco, Hauptstadt der Inkas
Cusco ist die älteste durchgehend bewohnte Siedlung des amerikanischen Doppelkontinents. Für die Inkas war sie (damals Qusqu) das rituelle, administrative und kulturelle Zentrum. Die Stadt galt als der Nabel der Welt und war der Mittelpunkt des Inkareiches. So findet man heute noch in und rund um die Stadt herum viele Spuren der Inkas. Leider sind die Spanier bei der Eroberung des Landes nicht gerade zimperlich mit den Inkabauten umgegangen und haben vieles zerstört, Gold und andere Edelmetalle in die Heimat geschickt und aus den Steinen der Inkabauten eigene Häuser gebaut. Die übriggebliebenen Spuren lassen einem jedoch erahnen wie fortgeschritten und gut organisiert die Inkas waren. So haben sie zum Beispiel für den Bau ihrer Anlagen die Steine ohne Eisenwerkzeuge bearbeitet. Wie sie das genau gemacht haben ist nicht klar. Eine Hypothese ist, dass sie die Oberflächen der Steine mit einer Paste behandelten, die die Zusammensetzung der Steine angriff und sie dadurch weicher und besser zu verarbeiten machte. Jedenfalls sind die Steine so gut aneinander angepasst, dass kein Papier dazwischen passt. Ja, die Bauten sind sogar Erdbebensicher. Ein weiteres Rätzel ist, wie sie die zum Teil riesigen Steine bewegten. Denn Räder und Flaschenzüge kannten sie auch nicht. Wie ihr bemerkt, bin ich fasziniert von den Inkas und besuchte mehrere Ruinen am Wegrand. Obwohl sich alle Ruinen ähneln, ist doch jede wieder ganz anders, je nach dem für welchen Zweck sie gebaut und genutzt wurde.
 
Vinicunca, der Regenbogenberg
Trotz Begeisterung für die Inkas machte ich einen Tag Pause und spielte richtig Vollgastourist. Am Morgen um 4 wurde ich bereits bei meinem Hostel abgeholt und in einer 4-stündigen Fahrt fuhren wir in die Berge, zum Vinicunca. Das ist ein farbig gestreifter Berg auf 5000 m Höhe und ein sehr beliebtes Touristenziel. Ich überlegte lange, ob ich mir die lange Fahrt und die Touristenmasse antun soll und ging davon aus, dass die Fotos eh alle bearbeitet sind und der Berg in Wirklichkeit nie so farbig sein kann. Vor Ort blieb mir jedoch erst mal die Sprache weg. Denn der Berg ist wirklich sehr farbig und sehr beeindruckend. So viel es mir nicht schwer, die Touristenmasse zu ignorieren und die schöne Landschaft zu geniessen.
Nicht nur der Regenbogenberg selber ist sehenswert, sondern auch seine Umgebung. In unmittelbarer Nähe liegt das Valle Rojo (rotes Tal). Mit einem Abstecher von nur 15 bis 20 Minuten gelangt man an einen Aussichtspunkt, von dem aus man in ein Tal schauen kann, dass fast nur aus knallroten Steinen besteht. Als ich mich selber wieder gefast und auch beim Anblick des Valle Rojo die Sprache wieder gefunden hatte, war es sehr witzig die anderen Touristen zu beobachten. Aus mir unerklärlichen Gründen machen nur sehr wenige den Abstecher zu diesem Aussichtspunkt. Aber alle, die das erste Mal über die Kante schauen, haben dieselben grossen Augen und es entfährt ihnen ein Ausruf der Verwunderung. (Wie zum Beispiel: „holy shit!“)
 
Machu Picchu
Nun fehlte mir noch die grösste Touristenattraktion Perus, der Machu Picchu. Viele besuchen ihn von Cusco aus mit dem Bus oder dem Zug. Ich hatte nach der Fahrt zum Vinicunca jedoch genug vom Bus fahren und die Zugfahrt kostet ein halbes Vermögen. Also ging es auf Phönix mit Sack und Pack weiter in die Berge hinein. Über unzählige Serpentinen fuhr ich wieder auf 4300m hoch und auf der anderen Seite des Abra Málaga Passes über 80km wieder 3000 Höhenmeter hinab. Plötzlich wurde es immer wie wärmer und die Pflanzen wurden grösser, grüner und exotischer. In den Bäumen hingen Bananen und exotische Blumen blühten in allen Farben. Das erste Mal fuhr ich durch tropisches Klima. Nach der langen Zeit in der Höhe bin ich die Wärme nicht mehr gewohnt und kam zünftig ins Schwitzen. Schon bald ging es in ein Seitental hinein und darauf in ein weiteres Tal und nochmals in ein Seitental. Überall waren Baustellen und unzählige Lastwagen, Bagger und andere Baustellenfahrzeuge fuhren hin und her. So waren die 30 km ins Tal hinein ein ziemlicher Kraftakt.
10km vor dem Machu Picchu ist die Strasse dann endgültig zu ende. Ab da geht es nur noch mit dem Zug oder zu Fuss weiter. Also stellte ich Phönix bei einem 24h Parking unter und wanderte den Bahnschienen entlang weiter.
Direkt unterhalb des Machu Picchu liegt der Ort Aguas Calientes. Ein kleines Städtchen aus Hotels, Restaurants und Souvenirshops. Ab hier geht es nur noch mit einem Ticket weiter. Online sind die Tickets meistens bereits mehrere Monate im Voraus ausverkauft. 1000 Stück werden jedoch täglich für den nächste Tag direkt hier im Ort verkauft. An eines dieser Tickets zu kommen ist eine halbe Wissenschaft: Zuerst muss man nämlich ein Ticket für den Ticketverkauf haben. Diese werden am Morgen ab 6.00 herausgegeben. Ich war bereits um 5.40 da, da standen bereits 39 Personen vor mir vor der Tür. Um 6.20 hatte ich dann ein Zettel mit einer Nummer, einer Zeit und meiner Passnummer drauf. Damit ging ich wieder ins Bett. Um 15.00 konnte ich dann mit diesem Zettel ins Gebäude hinein und da endlich mein Ticket kaufen.
Am Nächsten Morgen war es dann soweit und ich durfte zum Machu Picchu hinauf wandern. Da gelang es mir sogar mit einem anderen Schweizer Veloreisepaar, dass ich beim anstehen kennen lernte, als erste Besucher des Tages hinein zu gehen. Es ist sehr eindrücklich, an einem so abgelegenen Ort, weit oben in den Bergen eine so grosse Ruinenstadt zu sehen. Und auch hier war es wieder sehr amüsant die anderen Touristen zu beobachten.
Machu Picchu wird mir als einmaliges Erlebnis in Erinnerung bleiben. Dabei ist der Besuch der Ruinenstadt nur ein Teil des Abenteuers und die ganze Anreise und vor allem der Ticketkauf war ebenso aufregend wie Machu Picchu selbst.

 

Tambomachay

Sacsayhuamán

Sacsayhuamán

Sacsayhuamán

Cusco

Cusco

Vinicunca

Vinicunca

Vinicunca



Valle Rojo

Valle Rojo





Chinchero

Moray (wahrscheinlich eine Agrarversuchsanlage) 


Abra Málaga





Aguas Calientes

Machu Picchu

Machu Picchu

Machu Picchu


Mittwoch, 15. Mai 2024

Start in Peru (Pisac, Peru)

Nach meiner Pause in La Paz fuhr ich motiviert weiter. Nach dem ich mich aus der Schlucht, in der La Paz gebaut ist, hinausgekämpft hatte ging es wieder grösstenteils flach weiter.

Titicacasee
Bereits am ersten Abend kam ich am Titicacasee an und fand ein Platz mit einer schönen Aussicht auf den See. Es tat richtig gut nach 10 Tagen in der Stadt wieder in der ruhigen Natur zu sein. Am Abend in mein Zelt zu kriechen war fast wie nach hause zu kommen. Da ich gerade keine Lust auf weitere Städte hatte, entschied ich mich den See auf der Nordost-Seite zu umfahren, wo es nur kleinere Dörfer und wenig befahrene Strassen hat.
Mit jedem Tag an dem ich dem See entlang fuhr, wurde er grösser und schliesslich verschwand das gegenüber liegende Ufer hinter dem Horizont. Ich war beeindruckt von dem riesigen See auf über 3800m über Meer. Mit seinen 8‘300km2 ist er der höchste schiffbare See der Erde und der grösste Südamerikas. Er ist 15.5 mal so gross wie der Bodensee oder so gross wie die Kantone Bern, Freiburg und Neuenburg zusammen. So hatte ich oft am Ufer eher das Gefühl am Meer zu sein und nicht an einem See.

Grenze Peru
Da ich die Grenze zu Peru in einer etwas abgelegeneren Gegend überquerte, wurde an der Grenze selber keine Kontrolle gemacht. Also musste ich im letzten bolivianischen Dorf meinen Ausreisestempel abholen und nach der Grenze im ersten peruanischen Dorf die Einreiseformalitäten erledigen. Zum Glück habe ich das genügend früh bemerkt und nicht erst an der Grenze realisiert. Sonst hätte ich 10 Kilometer auf einer sehr schlechten Strasse zurück fahren müssen. 😅

Peru
So lief auch der 6. Grenzübertritt in Südamerika, ins 4. südamerikanische Land problemlos. Die Landschaft veränderte sich zuerst nicht gross. Einzig die Strassen waren sofort in einem besseren Zustand und haben viel mehr Serpentinen. Zudem sind die vielen Colectivos (Sammeltaxis) verschwunden und stattdessen hat es nun zahlreiche Tuck-Tucks unterwegs. Ansonsten blieb hier in Peru erstmal vieles gleich. Die Lebensmittel muss ich immer noch auf Märkten oder in kleinen Läden zusammensuchen. Viele Frauen tragen traditionelle Kleidung und auf den Feldern wird alles von Hand gemacht.

Angebundene Tiere
Entlang des ganzen Titicacasees sah ich praktisch keine Zäune. Alle Nutztiere werden stattdessen auf den Feldern an Pfählen angebunden. Die Kühe an den Hörnern oder einem Nasenring, die Schafe und Schweine um den Hals, die Lamas an Halftern und die Esel wie es gerade kommt an einem Bein, mit Halfter oder an einem Nasenring. Nur die Hühner und zu meinem Leidwesen auch die meisten Hunde dürfen frei herumlaufen. Die fehlenden Zäune erleichterten mir zwar die Schlafplatzsuche, die Tiere taten mir trotzdem leid. Vor allem diejenigen, die an einem Nasenring angebunden waren.

Ende der Ebene
Nachdem ich den Titicacasee hinter mir gelassen hatte, wurde es wieder gebirgig. Die Berge wurden höher, die Täler tiefer und die Hänge steiler. Zudem gab es auch immer wie mehr wieder Bäume und vereinzelt sogar Wäldchen.
In einem Dorf kam ich in ein Dorffest. In zahlreichen Holzöfen wurden Kartoffeln und Ratten gebraten. Gebratene Ratten gelten hier als Delikate und werden mit viel Genuss verzehrt. Ich verzichtete auf diesen Genuss und ass stattdessen die Kartoffeln mit Butter. Das die Kartoffeln im Rattenfett gebacken wurden, ignorierte ich einfach…

Neues Kapitel
Nach dem ich den gestreifte Gipfel vom Pallay Punchu bestiegen hatte, ging es hinab nach Pisac. Hier bin ich das erste Mal seit Chile (6 Wochen) wieder unterhalb von 3000m.
Auch bin ich seit langem wieder einmal anderen Radreisenden begegnet. Es war sehr motivierend wieder einmal Gleichgesinnte zu sehen und zu sprechen.
Hier in Pisac besichtigte ich zum ersten Mal Inka Ruinen. Ich bin fasziniert was die Inkas in reiner Handarbeit in sehr unwegsamem Gelände gebaut haben und wie exakt die Steine zusammengefügt sind. Ich freue mich, in der nächsten Zeit noch mehr solche Orte besichtigen zu können! 





Titicacasee


Titicacasee

Grenze Peru

Titicacasee










Pallay Punchu

Pallay Punchu

gebratene Ratte

Pisac

Pisac

Pisac

Pisac

Pisac


Heimreise (Hasle, Schweiz)

Während der ganzen Reise habe ich immer wieder überlegt, von wo aus und wie ich am Ende zurück nach Europa kommen könnte. Schliesslich wurde...