Freitag, 1. März 2024

Der Küste entlang (Santiago, Chile)

 Nach meinem letzten Ruhetag kam mit dem schönen Wetter auch die Motivation und Energie zurück. Auch die Strassen entlang der Küste wurde immer wie besser und ich konnte nahe am Meer mit Rückenwind in den Norden fahren. Nur die Höhenmeter blieben und in regelmässigen Abständen ging es mehrmals Täglich steil hoch auf plus/minus 100m und oft gleich danach wieder steil runter auf Meereshöhe. Dadurch hatte ich zwar immer wieder tolle Ausblicke, aber anstrengend blieb es.

Übernachten am Strand
Oft konnte ich in Hör- und Sichtweite des Meeres übernachten. Mit grosser Freude fand ich einmal sogar einen Schlafplatz direkt am Strand. Geschützt in einer Bucht, aber trotzdem nahe am Wasser. Nach einem schönen Sonnenuntergang wurde es dunkel und als ich im Zelt lag, musste ich feststellen, dass die Wellen ganz schön laut sind. Mit der Flut kamen sie sogar noch näher und schlugen an die kleine Terrasse, auf der mein Zelt stand. Dadurch vibrierte der Boden bei jeder Welle. Ich blieb zwar trocken, aber so gut geschlafen wie erhofft hatte ich nicht.

Landesinnere
Als nach ein paar Tagen die Strasse der Küste entlang wieder schlechter wurde und die Höhenmeter zunahmen, entschied ich mich durchs Landesinnere nach Santiago zu fahren. Dies war zwar etwas weiter, dafür mit halb so vielen Höhenmetern und stets auf guten Strassen.
Bereits nach 50km war ich erneut in einer neuen Landschaft. Da die kühle Meeresbrise verschwunden war, stiegen die Temperaturen und in der Nacht fielen sie nicht mehr so weit hinab. Die Jacke und auch den Pullover konnte ich nun definitiv in der Tasche lassen und kam ganz schön ins schwitzen.
In den Tälern gibt es zahlreiche Bewässerungskanäle mit denen die grossen Obstplantagen bewässert werden. Alles, was nicht künstlich mit Wasser versorgt wird, wie die Hügel um die Täler rum und die Flussbetten für die kein Wasser mehr übrig bleibt, sind trocken und braun.
Anders als die Dörfer und Städten an der Küste, bei denen die Häuser dicht zusammen stehen, sind die Ortschaften hier im Landesinnern sehr grün und viel grossräumiger gebaut. Auf jedem freien Flecken steht ein Baum oder eine Palme und so gibt es überall angenehmen Schatten.

Pause in Santiago
Je näher ich an Santiago kam, je mehr Strassen gab es und die Ortschaften wurden grösser. Durch die vielen Strassen konnte ich meistens gut dem Verkehr ausweichen und kam erstaunlich leicht ins Zentrum der Stadt. Hier nahm ich mir in einem Hostel ein Privatzimmer und mache nun eine kleine Pause. Eigentlich hatte ich nicht geplant länger als ein Tag in Santiago zu bleiben aber ich brauche eine kleine Pause und da kam die Stadt gerade recht. So fühlte sich das ankommen in Santiago einwenig so an, als hätte ich ein Ziel erreicht. 
Die Stadt hat mich bis jetzt positiv überrascht. Die erste Nacht fühlte sich zwar an, als sei ich in einem Backofen, aber ansonsten ist sie sauberer und besser organisiert als die anderen Städte in Chile die ich bis jetzt sah. Irgendwie erinnert mich Santiago an Athen. Das Klima und viele Pflanzen sind jedenfalls die selben. 
So geniesse ich zur Abwechslung mal das Stadtleben und spiele ein bisschen Tourist. 

















Blick aus meinem Hostelzimmer. 







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Heimreise (Hasle, Schweiz)

Während der ganzen Reise habe ich immer wieder überlegt, von wo aus und wie ich am Ende zurück nach Europa kommen könnte. Schliesslich wurde...