Mein zweiter Aufenthalt in Dawson City nutzte ich dazu all das zu
besichtigen und zu erleben, was ich beim ersten Mal verpasst oder wozu ich keine
Lust hatte. So nahm ich an einer Führung durch den Raddampfer Keno teil und
besuchte das Casino mit Musikshow. So wurde es mir auch beim zweiten Mal in
Dawson überhaupt nicht langweilig.
Top of the World Hwy
Erholt nahm ich danach den nächsten Highway in Angriff. Von Dawson aus Richtung
Westen führt der Top oft he World Hwy nach Alaska. Obwohl die Wetterprognosen
nicht sonderlich gut waren, war das Wetter die meiste Zeit sehr angenehm. Der
Hwy führt über einen Hügelkamm und ich hatte immer wieder wunderschöne Aussicht
über die umliegenden Hügel. Nur Wasser gab es da oben keines und ich musste meinen
Vorrat ganz schön einteilen.
Nördlichster Grenzübergang von Amerika
Bereits am zweiten Tag auf dem Top of the World Hwy kam ich an die Grenze
zu Alaska. Über den nördlichsten Grenzübergang von Amerika verlies ich Kanada.
Die Zeit in Kanada hat mir sehr gefallen und ich verlies dieses Land nur
ungern. Der US- Grenzbeamte war jedoch erstaunlich freundlich und auch der letzte
Grenzübergang mit dem Velo auf dieser Reise ging problemlos.
Alaska Hwy
Nochmals einen Tag später kam ich wieder auf den Alaska Hwy. Bereits vor
Whitehorse bin ich anfangs Juni für vier Tage auf dieser Strasse gefahren. Habe
sie dann jedoch verlassen, um nach Dawson und zum Dempster Hwy zu gehen. Hätte
ich mich gegen den Dempster Hwy entschieden und wäre anstelle nach Tuktoyaktuk
über den Dalton Hwy nach Prudhoe Bay gefahren, so wäre ich von Whitehorse bis
hier auf diese Strasse gewesen. Ich bin sehr froh, mich für den Dempster Hwy
und Tuktoyaktuk entschieden zu haben. Denn auf dem Alaska Hwy ist mehr los und
die Autos und Lastwagen sind weniger rücksichtsvoll als auf den kleineren
Strassen im Norden.
Da es hier kein Maximalgewicht für Fahrzeuge gibt, sondern nur ein
Maximalgewicht pro Achse, haben sie bei manchen Lastwagen einfach so viele
Achse wie möglich montiert. So fahren sie mit bis zu 16 Achsen durch die Gegend
und machen einen riesen Lärm.
Wenig Energie
Keine Ahnung weshalb, aber meine Beine haben nicht mehr dieselbe Kraft und
Energie wie auch schon. So machte ich nicht mehr ganz so grosse Etappen und
versuchte es etwas gemütlicher zu nehmen. Zum Glück hat es hier nicht mehr so
viele Mücken und so konnte ich mehr Pausen machen ohne dabei gleich
aufgefressen zu werden.
Somit leistete ich mir hier in Delta Junction auch nochmals eine Airbnb
Wohnung und legte einen zusätzlichen Ruhetag ein. Neben dem Campingplatz war
diese Wohnung die günstigste Unterkunft. Da ich keine Lust hatte, auf dem teuren
Campingplatz zu zelten, nahm ich die Wohnung. Sie ist mindestens doppelt so
gross wie alle Wohnungen in denen ich jemals gewohnt habe und ich muss
aufpassen mich in den 5 Zimmern nicht zu verirren. Keine Ahnung weshalb sie
diese Wohnung nur als Ganzes vermieten und nicht die Zimmer einzeln.
Delta Junction ist die letzte Ortschaft, bevor ich ein letztes Mal einen
längeren Abschnitt durch die Wildnis habe. Immer wie häufiger erlebe ich nun Sachen
zum letzten Mal und mir wird immer wieder bewusst, dass die Reise langsam dem
Ende entgegen geht. Kurz habe ich sogar überlegt doch noch dem Dalton Hwy
hinauf nach Prudhoe Bay zu fahren. Also nochmals hinauf in den Norden und über
den Polarkreis. Doch dazu fehlt mir doch etwas die Motivation und Energie. Da geniesse
ich doch lieber einfach noch die verbleibende Strecke nach Anchorage und mache einfach
etwas kleinere Etappen um das Ende noch etwas heraus zu zögern.
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| Musikshow in Dawson |
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| Top of the World Hwy |
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| Top of the World Hwy |
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| Top of the World Hwy |
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| Top of the World Hwy |
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| Top of the World Hwy |
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| Nördlichster Grenzübergang Amerikas |
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| Top of the World Hwy |
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| Alaska Hwy |
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| Elch |
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| Riesentrack |















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