Auch die Fahrt aus Mexiko-City
hinaus verlief problemlos und nach 50 Kilometer hatte ich es geschafft und
wieder Natur um mich herum. Nun konnte ich wählen, ob ich lieber auf der
Autobahn auf direktem Weg in Nordwesten fahre oder auf kleineren Strassen etwas
im Zick Zack. Da die Landschaft schöner war als ich erwartet hatte, fuhr ich
auf den kleineren Strassen weiter. Stellenweise war der Weg jedoch eher ein
Flussbeet als eine Strasse und ich kam nicht so schnell voran. Dafür hatte ich
sehr schöne Übernachtungsplätze.
Immer mehr USA
Ich war noch nie in den USA. Je weiter in den Norden ich komme, je mehr sehen die Orte so aus, wie ich sie mir in den USA vorstelle. Auch hat es immer wie mehr US-Geschäfte und die Pferde werden nun praktisch alle mit einem Westernsattel und einem sehr scharfen Gebiss geritten.
In ganz Süd- und Zentralamerika wurde ich immer gefragt wohin ich gehe. Die Frage von wo ich komme, kam, wen überhaupt viel später. Nun werde ich jedoch immer wie häufiger als erstes gefragt von wo ich komme oder gleich direkt, ob ich ein US-Amerikaner sei.
Erfahren sie dann, dass ich ein Schweizer bin uns aus Europa komme, sind die Menschen gleich viel netter und ihr Gesicht entspannt sich. Mehrere Male bekam ich danach auch eine Schimpftirade auf die US-Amerikaner zu hören.
Geschenke
Je nach Region habe ich schon immer mal mehr, mal weniger Geschenke bekommen. Meistens sind es Kleinigkeiten wie etwas zu trinken, Obst oder einen Snack.
Innert wenigen Tagen kam es nun gleich zwei Mal vor, dass jemand wild Fremdes in einem Geschäft meine Einkäufe bezahlte.
Das erste Mal war in einem sehr kleinen Laden und ich unterhielt mich mit dem Mann, während wir warteten, das die Verkäuferin unsere Sachen im Laden zusammensuchte. (Hier gibt es viele Läden, in die man nicht hinein gehen kann. Stattdessen sagt man an der Tür was man haben will und wird durch ein Gitter hindurch bedient. Sind mehrere Leute gleichzeitig da, bedienen sie sie nicht nacheinander, sondern gleichzeitig. An was man sich zuerst gewöhnen muss.)
Das zweite Mal war in einem grösseren Supermarkt und die Frau hinter mir bezahlte, obwohl ich zuvor nicht mit ihr gesprochen hatte.
Mir war es beide Male sehr unangenehm, da ich wahrscheinlich mehr Geld zur Verfügung habe als die Leute selbst. Hatte jedoch keine Chance selber zu bezahlen.
Wieder einmal eine Fähre
Langsam ging die Strasse immer wie weiter hinab, bis ich schliesslich wieder auf Meereshöhe war. Die Temperaturen stiegen etwas und auch in der Nacht wird es nun nicht mehr so kalt.
In Mazatlan am Pazifik angekommen, fuhr ich gleich zum Hafen. Von hier fahren zwei Fährunternehmen hinüber auf die Baja California Halbinsel. TMC ist vor allem für Lastwagen und Fracht. Wenn sie Platz haben, nehmen sie auch Passagiere und Fahrräder mit. Sie ist deutlich günstiger und fuhr an dem Tag, an dem ich ankam. Als ich jedoch kurz nach Mittag ein Ticket kaufen wollte, hiess es, sie wüssten noch nicht, ob sie Platz hätten und ich soll in drei Stunden wieder kommen. Als ich später zurückkam, liessen sie mich nochmals 45 Minuten warten und sagten danach sie hätten keinen Platz mehr.
In der Zwischenzeit war der Schalter des anderen Fährunternehmen Baja Ferries geschlossen und ihre Webseite mit dem Online-Booking funktionierte nicht. Mit der Stimmung auf dem Nullpunkt suchte ich ein Hotel. Zum Glück funktionierte später die Webseite wieder und ich konnte einen Platz buchen. Jedoch nur für mich und nicht für Phönix. Also fuhr ich am Morgen als erstes erneut zum Hafen und nun klappte alles wie am Schnürchen und ich konnte auch für Phönix ein Plätzchen reservieren.
Immer mehr USA
Ich war noch nie in den USA. Je weiter in den Norden ich komme, je mehr sehen die Orte so aus, wie ich sie mir in den USA vorstelle. Auch hat es immer wie mehr US-Geschäfte und die Pferde werden nun praktisch alle mit einem Westernsattel und einem sehr scharfen Gebiss geritten.
In ganz Süd- und Zentralamerika wurde ich immer gefragt wohin ich gehe. Die Frage von wo ich komme, kam, wen überhaupt viel später. Nun werde ich jedoch immer wie häufiger als erstes gefragt von wo ich komme oder gleich direkt, ob ich ein US-Amerikaner sei.
Erfahren sie dann, dass ich ein Schweizer bin uns aus Europa komme, sind die Menschen gleich viel netter und ihr Gesicht entspannt sich. Mehrere Male bekam ich danach auch eine Schimpftirade auf die US-Amerikaner zu hören.
Geschenke
Je nach Region habe ich schon immer mal mehr, mal weniger Geschenke bekommen. Meistens sind es Kleinigkeiten wie etwas zu trinken, Obst oder einen Snack.
Innert wenigen Tagen kam es nun gleich zwei Mal vor, dass jemand wild Fremdes in einem Geschäft meine Einkäufe bezahlte.
Das erste Mal war in einem sehr kleinen Laden und ich unterhielt mich mit dem Mann, während wir warteten, das die Verkäuferin unsere Sachen im Laden zusammensuchte. (Hier gibt es viele Läden, in die man nicht hinein gehen kann. Stattdessen sagt man an der Tür was man haben will und wird durch ein Gitter hindurch bedient. Sind mehrere Leute gleichzeitig da, bedienen sie sie nicht nacheinander, sondern gleichzeitig. An was man sich zuerst gewöhnen muss.)
Das zweite Mal war in einem grösseren Supermarkt und die Frau hinter mir bezahlte, obwohl ich zuvor nicht mit ihr gesprochen hatte.
Mir war es beide Male sehr unangenehm, da ich wahrscheinlich mehr Geld zur Verfügung habe als die Leute selbst. Hatte jedoch keine Chance selber zu bezahlen.
Wieder einmal eine Fähre
Langsam ging die Strasse immer wie weiter hinab, bis ich schliesslich wieder auf Meereshöhe war. Die Temperaturen stiegen etwas und auch in der Nacht wird es nun nicht mehr so kalt.
In Mazatlan am Pazifik angekommen, fuhr ich gleich zum Hafen. Von hier fahren zwei Fährunternehmen hinüber auf die Baja California Halbinsel. TMC ist vor allem für Lastwagen und Fracht. Wenn sie Platz haben, nehmen sie auch Passagiere und Fahrräder mit. Sie ist deutlich günstiger und fuhr an dem Tag, an dem ich ankam. Als ich jedoch kurz nach Mittag ein Ticket kaufen wollte, hiess es, sie wüssten noch nicht, ob sie Platz hätten und ich soll in drei Stunden wieder kommen. Als ich später zurückkam, liessen sie mich nochmals 45 Minuten warten und sagten danach sie hätten keinen Platz mehr.
In der Zwischenzeit war der Schalter des anderen Fährunternehmen Baja Ferries geschlossen und ihre Webseite mit dem Online-Booking funktionierte nicht. Mit der Stimmung auf dem Nullpunkt suchte ich ein Hotel. Zum Glück funktionierte später die Webseite wieder und ich konnte einen Platz buchen. Jedoch nur für mich und nicht für Phönix. Also fuhr ich am Morgen als erstes erneut zum Hafen und nun klappte alles wie am Schnürchen und ich konnte auch für Phönix ein Plätzchen reservieren.
Velokollegen
Ich rechnete damit, dass ich nach Mexiko-City nun vermehrt auf andere Veloreisende treffe. Es gibt da jedoch so viele verschiedene Routen und Möglichkeiten, dass ich keinen einzigen anderen Veloreisenden traf.
Ich hatte jedoch mit mehreren über WhatsApp und Instagramm Kontakt. Mit zweien, die in den Süden fahren telefonierte ich, da wir uns verpasst hatten und tauschte Infos halt über das Telefon aus.
Emma und Robbert sind ca. zwei Wochen nach mir in Ushuaia gestartet und wir fahren nun bereits seit einem Jahr hintereinander in den Norden. Immer wieder tauschten wir uns über Instagramm aus. Nun sind sie eine Strecke mit dem Bus gefahren und holten mich ein. Da ich in Mazatlan hängen geblieben bin, konnten wir nun gemeinsam auf die Fähre und nach La Paz fahren. Da wartete bereits ein weiterer Kollege auf sie und wir nahmen uns zu viert ein Airbnb. Nach einer Pause wollen wir die ersten Kilometer auf Baja zusammenfahren.
Die Pause wollte ich eigentlich nutzen um meine Ausrüstung zu reinigen und auf Vordermann zu bringen. Doch am zweiten Tag legte mich einen Käfer, den ich mir wahrscheinlich auf der Fähre eingefangen hab flach. Mit Kopf- und Halsschmerzen und wahrscheinlich auch etwas Fieber lag ich die meiste Zeit in der Unterkunft in der Senkrechten, während die anderen die Umgebung auskundschafteten. Nun hoffe ich, dass es bald wieder besser wird und wir wie geplant gemeinsam in die Wüste losfahren können.





















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