Lange überlegte
ich, welche Route ich durch Guatemala hindurch nach Belize nehmen soll. Viele Radreisende die die Panamericana fahren lassen die Yucatan – Halbinsel aus und bleiben an der Pazifikküste. Das ist
nicht nur rund 1‘300 km kürzer, sondern erspart auch einige Höhenmeter. Dabei
verpasst man jedoch die Maya-Ruinen und weitere spannende Sehenswürdikeiten. So
war für mich schon früh klar, dass ich die Yucatan - Halbinsel besuchen will.
Kordillerenquerung
Nun musste ich
jedoch ein weiteres Mal vom Pazifik an den Atlantik. Oder genauer gesagt an das
Karibische Meer. Dazu hatte ich grob die Wahl zwischen quer durch Guatemala –
City, die grösste Stadt Zentralamerikas und aussen um die grössten Berge rum oder
auf kleinen Strassen durch kleine Ortschaften mitten durch die Berge hindurch. Je
länger ich nach einem guten Weg durch die grosse Stadt hindurch suchte, desto
schlechter wurde mein Bauchgefühl. Guatemala – City gilt als nicht sonderlich
Sicher und vor dem Besuch mancher Zonen wird abgeraten. So entschied ich mich
schliesslich für den Weg durch die Berge und um die grosse Stadt herum. Die
Berge hier sind nicht extrem hoch. Der höchste Pass den ich überquerte war 2‘200
m und somit war diese Kordillerenquerung mit einer Alpenquerung zu
vergleichen. Die Strassen schlängeln sich hier jedoch nicht wie in den Alp oder
wie in Peru in grossen Serpentinen den Hang hoch. Meistens nehmen sie einfach
den direkten Weg und führen gerade nach oben. So hatte ich unter vielen anderen
Anstiegen auch ein 8 km langes Stück, mit 800 Höhenmeter. Und auch sonst waren
Steigungen bis zu 16% hinauf und hinab keine Seltenheit.
Als ich da oben
in den Bergen mich mit den Steigungen abmühte kam der Regen zurück und die
Temperaturen sanken auf 14 Grad. So wurde es ziemlich frisch und ich war froh,
als es schliesslich wieder hinab in den Dschungel und in die Ebene der Yucatan –
Halbinsel ging. Zwar flach wurde es nicht o schnell und auch in tieferen Lagen
ging die Strasse weiter regelmässig auf und ab. Jedoch immer wie kürzer und
dazwischen auch immer wie öfters ein Strück mal flach.
Weihnachtsstimmung
In den Geschäften
gibt es schon länger verschiedene Weihnachtsdekorationen zu kaufen. Je näher
der Dezember kommt, je mehr Kugeln, Plastiktannenbäume, Pastiknikoläuse und
andere Dekorationen sieht man auch auf der Strasse und immer wie häufiger tönt
auch ein Weihnachtslied aus einem Lautsprecher. Für mich passen diese Dekorationen
und Lieder jedoch so überhaupt nicht in das Bild. Mit Temperaturen um die 30
Grad, frischen Früchten und Blumen am Strassenrand fühlt es sich wie mitten im
Sommer an und nun soll plötzlich Weihnachten sein? Ich bin gespannt wie es noch
weiter geht, den bis zu den wirklichen Weihnahten ist es ja immer noch einen
Monat.








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