Mexiko besteht aus 31 Bundesstaaten. An den Grenzen wurde ich bis jetzt
war nicht kontrolliert und musste meinen Pass nicht zeigen. Die Polizei- und
Militärpräsenz war jedoch immer sehr hoch und auch die Schilder und
Markierungen der Grenzen ist aufwändiger und auffälliger als an den meisten Ländergrenzen
in Europa. Während die Nationalstrassen bis jetzt überall in einem guten
Zustand waren, so sind die Strassen, welche von den Bundesstaaten unterhalten
werden sehr unterschiedlich. Von sehr gut unterhalten bis zu schlammigen Löcherpisten
bin ich alles gefahren. Auch der Wohlstand der Einwohner ist sehr
unterschiedlich. Während in den touristischen Bundestaaten Quintana Roo,
Yucatan und Campeche die Häuser oft sehr einfach waren, war doch alles ziemlich
aufgeräumt und hatte einen gewissen Standard.
In Tabasco war dann nicht nur viel mehr Abfall am Strassenrand, sondern
immer wieder sah ich Menschen, welche am Strassenrand in Hütten aus Plastik,
Brettern und Wellblech wohnen.
(Der Bundesstaat, gab der bekannten, scharfen Tabascosause seinen Namen,
die Sauce wird jedoch nicht hier angebaut und hergestellt, sondern in Louisiana
in den USA. So sah ich keine grossen Chilifelder wie erwartet, sondern neben
ein paar Zuckerrohrfeldern vor allem Kühe und Pferde.)
Einst war dies einer der
ärmsten Bundesstaaten in Mexiko. Die Erdölförderung hat nun etwas Geld in den
Bundesstaat gebracht. So sind da die Strassen so gut wie selten. Dies führt
stellenweise zu komischen Bildern, da die neue Teerstrasse neben Abfallbergen
und improvisierten Hütten vorbeiführt.
Fliesst in Tabasco offensichtlich Geld von der Erdölförderung in den
unterhalt der Strassen, so bemerkte ich davon in Veracruz nichts. Veracruz soll
durch die Erdölförderung einer der reichsten Bundesstaaten in Mexiko sein. Doch
die Strassen waren da so schlecht wie sonst nirgends. Dafür waren die Hütten am
Strassenrand verschwunden und auch die Abfallberge wurden wieder kleiner.
So bin ich auf die Kommenden Bundesstaaten gespant durch die ich hier in
Mexiko noch kommen werde. Denn bis zur US-Grenze werden es noch einige sein.
Nicht nur die Bundesstaaten änderten sich fleissig, sondern auch das
Wetter. Ich kam zwar nie in den Regen und blieb trocken. Doch öfters war es bewölkt
und die Temperaturen wurden im Schnitt etwas kühler. Nachdem ich nun mit ein
paar Ausnahmen knapp fünf Monate lang durchgehend über 30 Grad hatte, so fühlen
sich nun 20 Grad bereits empfindlich kalt an. Und anscheinend geht es nicht nur
mir so, denn auf den Strassen haben unter 20 Grad alle eine warme Jacke an und ich
werde immer wieder gefragt, ob es nun den nicht zu kalt sei um im Zelt zu
schlafen.
Mittlerweile habe ich die Yucatan-Halbinsel verlassen und kann wieder Richtung
Norden fahren. Somit bin ich nun auch nicht mehr in Zentralamerika, welches am
Isthmus von Tehuantepec, der schmalsten Stelle zwischen dem Golf von Mexiko und
dem Pazifik endet.
Bis jetzt war immer noch alles sehr flach und ausser ein paar kleinen
Hügel gab es keine Erhebungen. Kurz vor Veracruz tauchten am Horizont im Nordwesten
das erste Mal seit Guatemala wieder Berge auf. Diese heisst es nun nächste
Woche zu erklimmen. Somit werde ich dann auch die Tropen definitiv verlassen.
Einerseits freue ich mich sehr auf ein anderes Klima und wieder einmal eine andere
Landschaft zu sehen. Anderseits habe ich mich nun auch an die Wärme gewöhnt und
vermisse sie jetzt schon…













Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen