Montag, 16. Dezember 2024

Abstecher ins Paradies (Cancun, Mexiko)

Die gesamte Yucatan-Halbinsel ist topfeben und so führt die Strasse oft ohne Kurven geradeaus bis zum Horizont. Die ersten Tage in Mexiko fuhr ich also auf der Autobahn, da es keine Alternative in meine Richtung gibt, dem Horizont entgegen.

Naturreservat Sian Ka'an
So kam ich bereits nach wenigen Tagen nach Tulum und wieder an die Karibikküste. Doch fast die gesamte Küste ist mit Hotelresorts verbaut und der Strand in Privatbesitz. Eine Ausnahme ist dabei das Naturreservat Sian Ka'an. Andere Fahrradreisende haben von diesem Reservat geschwärmt und so zog auch ich los um ein paar Tage in der Natur am Strand zu verbringen.
Nachdem ich die Hotelkomplexe, private Grundstücke und den Parkeingang hinter mir hatte, führte noch eine kleine, holprige Strasse am Strand entlang. Es wurde immer wie ruhiger und schliesslich verschwanden auch die letzten Badegäste. An einem einsamen, versteckten Platz schlug ich am Strand unter Kokospalmen mein Zelt auf und verbrachte den Rest des Tages mit aufs Meer hinaus schauen und Kokosnüsse knacken.
Nach einer ruhigen Nacht, musste ich mich nun auf die Suche nach Trinkwasser machen. Dazu fuhr ich die kleine Strasse weiter in den Park hinein, bis ich schliesslich an dessen Ende mitten im Park ein kleines Fischerdorf fand. Da konnte ich in einem kleinen Laden meine Vorräte und Wasserflaschen auffüllen. Nun war das Überleben für einen weiteren Tag gesichert und ich suchte mir erneut einen Platz für die Nacht. Schnell wurde ich wieder fündig und konnte erneut unter Kokospalmen mit Meersicht mein Zelt aufbauen und fühlte mich wie im Paradies.
Nach zwei Tagen aufs Meer schauen hatte sogar ich genug davon und fuhr zurück nach Tulum.
 
Touristenhochburg und seine Folgen
Nach ein paar Tagen Pause in Tulum fuhr ich weiter der Küste entlang in den Norden. Die Küste musste ich mir dabei jedoch vorstellen, denn trotz der Nähe zum Meer, kann man es fast nirgends sehen. Je näher ich an Cancun herankam, desto grösser wurden die Hotels und dichter die Zäune und Absperrungen gegen die Strasse.
Erst in Cancun selber konnte ich wieder einmal einen Blick auf den Strand werfen. Ja das Meer ist weiterhin extrem schön und lädt zum baden und verweilen ein. Doch durch die vielen Hotels mit ihren Privatstränden ist es fast nicht mehr möglich ohne einen Eintritt zu bezahlen noch ans Meer zu sitzen. Ich bin nur kurz hier und kann weiterziehen und an anderen Orten wieder kostenlos an den Strand. Aber für die Einheimischen stelle ich mir das sehr ärgerlich vor, so nahe an einer so traumhaften Küste zu wohnen, jedoch fast nirgends sie geniessen zu können.
 
Besuch
Über die Festtage bekomme ich nun hier in Cancun Besuch von meiner Mutter. Sie bringt mir Ersatzteile für Phönix mit und gemeinsam werden wir dann mit einem Mietauto die Gegend unsicher machen. Darauf freue ich mich sehr und bin gespannt auf die zwei Wochen Urlaub.


























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