Die gesamte Yucatan-Halbinsel ist topfeben und so führt die Strasse oft
ohne Kurven geradeaus bis zum Horizont. Die ersten Tage in Mexiko fuhr ich also
auf der Autobahn, da es keine Alternative in meine Richtung gibt, dem Horizont
entgegen.
Naturreservat Sian Ka'an
So kam ich bereits nach wenigen Tagen nach Tulum und wieder an die
Karibikküste. Doch fast die gesamte Küste ist mit Hotelresorts verbaut und der
Strand in Privatbesitz. Eine Ausnahme ist dabei das Naturreservat Sian Ka'an.
Andere Fahrradreisende haben von diesem Reservat geschwärmt und so zog auch ich
los um ein paar Tage in der Natur am Strand zu verbringen.
Nachdem ich die Hotelkomplexe, private Grundstücke und den Parkeingang
hinter mir hatte, führte noch eine kleine, holprige Strasse am Strand entlang.
Es wurde immer wie ruhiger und schliesslich verschwanden auch die letzten
Badegäste. An einem einsamen,
versteckten Platz schlug ich am Strand unter Kokospalmen mein Zelt auf und
verbrachte den Rest des Tages mit aufs Meer hinaus schauen und Kokosnüsse knacken.
Nach einer ruhigen Nacht, musste ich mich nun auf die Suche nach
Trinkwasser machen. Dazu fuhr ich die kleine Strasse weiter in den Park hinein,
bis ich schliesslich an dessen Ende mitten im Park ein kleines Fischerdorf fand.
Da konnte ich in einem kleinen Laden meine Vorräte und Wasserflaschen
auffüllen. Nun war das Überleben für einen weiteren Tag gesichert und ich
suchte mir erneut einen Platz für die Nacht. Schnell wurde ich wieder fündig
und konnte erneut unter Kokospalmen mit Meersicht mein Zelt aufbauen und fühlte
mich wie im Paradies.
Nach zwei Tagen aufs Meer schauen hatte sogar ich genug davon und fuhr
zurück nach Tulum.
Touristenhochburg und seine Folgen
Nach ein paar Tagen Pause in Tulum fuhr ich weiter der Küste entlang in
den Norden. Die Küste musste ich mir dabei jedoch vorstellen, denn trotz der
Nähe zum Meer, kann man es fast nirgends sehen. Je näher ich an Cancun herankam,
desto grösser wurden die Hotels und dichter die Zäune und Absperrungen gegen
die Strasse.
Erst in Cancun selber konnte ich wieder einmal einen Blick auf den
Strand werfen. Ja das Meer ist weiterhin extrem schön und lädt zum baden und
verweilen ein. Doch durch die vielen Hotels mit ihren Privatstränden ist es
fast nicht mehr möglich ohne einen Eintritt zu bezahlen noch ans Meer zu
sitzen. Ich bin nur kurz hier und kann weiterziehen und an anderen Orten wieder
kostenlos an den Strand. Aber für die Einheimischen stelle ich mir das sehr
ärgerlich vor, so nahe an einer so traumhaften Küste zu wohnen, jedoch fast
nirgends sie geniessen zu können.
Besuch
Über die Festtage bekomme ich nun hier in Cancun Besuch von meiner Mutter.
Sie bringt mir Ersatzteile für Phönix mit und gemeinsam werden wir dann mit
einem Mietauto die Gegend unsicher machen. Darauf freue ich mich sehr und bin
gespannt auf die zwei Wochen Urlaub.





















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