Mit neuer Motivation und Energie startete ich in Medellin zur letzten
Etappe durch Südamerika. Da Medellin in einem Tal liegt, musste ich zuerst
wieder über einen Pass fahren. Also nochmals Höhenmeter schrubben und auf knapp
3‘000 m hinauffahren. Das letzte Mal in Südamerika auf dieser Höhe. Da oben
wird viel Milch produziert und die hügelige Landschaft mit den vielen Weiden
und Bäumen erinnerte mich an die Schweiz. Auch das Klima war so wie im Sommer
in der Schweiz und sehr angenehm.
Tropisches Klima
Schon bald ging es jedoch wieder hinab. Die Landschaft wurde wieder tropisch, die Temperaturen stiegen und die Luftfeuchtigkeit nahm zu. Nun erinnerte nichts mehr an die Schweiz und ich schwitzte erneut was das Zeug hält. Ich wusste gar nicht, dass mein Körper so viel Schweiss produzieren kann. Er fliesst aus allen Poren und vermischt sich mit der Sonnencreme zu einer klebrigen Masse, die sich auf dem gesamten Velo verteilt. So begann ich die tägliche Dusche und die Klimaanlage in den Hotels zu schätzen. Ich ertappte mich sogar dabei, dass ich auch ein Zimmer nahm, wenn es möglich gewesen wäre zu zelten. Nur um mich etwas abkühlen zu können. Ja selbst die kalten Duschen machen mir nichts mehr aus. Zugegeben, kalt sind sie nicht wirklich, da wie alles hier auch das Leitungswasser ziemlich warm ist. Sogar der Regen fällt warm vom Himmel und ist keine wirkliche Abkühlung mehr.
Wieder am Meer
So erreichte ich verschwitzt die Küste des karibischen Meers. Da fand ich einen kleinen Campingplatz direkt am Wasser mit einem Privatstrand. Da ich der einzige Gast war hatte ich die ganze Anlage für mich alleine. So Sprang ich erst mal in die Wellen. Doch zu meiner Enttäuschung war auch das keine Abkühlung da das Meer über 30 Grad warm ist und Wellen hat es auch nicht wirklich. Ich blieb trotzdem zwei Nächte auf dem Campingplatz und verbrachte einen Tag am Strand mit nichts machen und das Leben geniessen, bevor ich weiter nach Cartagena fuhr.
Die Südamerikadurchquerung
Der nördlichste Punkt von Südamerika liegt zwar noch knapp 500 km im Nordosten. Dieser Punkt ist jedoch nicht ganz einfach zu erreichen und liegt überhaut nicht auf meinem Weg nach Nordamerika. Also beschloss ich ihn nicht zu besuchen und wählte Cartagena als Zielort für meine Südamerikadurchquerung. Nach 264 Tagen, 14‘674 km und 178‘150 Höhenmeter nach meinem Aufbruch in Ushuaia bin ich nun in Cartagena angekommen. Ich habe somit nach Europa den zweiten Kontinent komplett mit dem Velo durchquert. Dabei habe ich über einen Drittel des Äquatorumfangs zurückgelegt und bin etwas mehr 20-mal die Höhe des Mont Everest hinaufgefahren.
Zieldepression
Während andere beim erreichen eines Ziels jubeln, feiern und sich freuen, so werde ich oft eher melancholisch und nachdenklich. So auch dieses Mal. Ich bin zwar stolz auf meine Leistung und glücklich hier zu sein, jedoch auch traurig Südamerika schon bald zu verlassen. Ich habe es genossen durch die spannenden und abwechslungsreichen Landschaften zu fahren und fühlte mich hier sehr wohl.
Schon bald ging es jedoch wieder hinab. Die Landschaft wurde wieder tropisch, die Temperaturen stiegen und die Luftfeuchtigkeit nahm zu. Nun erinnerte nichts mehr an die Schweiz und ich schwitzte erneut was das Zeug hält. Ich wusste gar nicht, dass mein Körper so viel Schweiss produzieren kann. Er fliesst aus allen Poren und vermischt sich mit der Sonnencreme zu einer klebrigen Masse, die sich auf dem gesamten Velo verteilt. So begann ich die tägliche Dusche und die Klimaanlage in den Hotels zu schätzen. Ich ertappte mich sogar dabei, dass ich auch ein Zimmer nahm, wenn es möglich gewesen wäre zu zelten. Nur um mich etwas abkühlen zu können. Ja selbst die kalten Duschen machen mir nichts mehr aus. Zugegeben, kalt sind sie nicht wirklich, da wie alles hier auch das Leitungswasser ziemlich warm ist. Sogar der Regen fällt warm vom Himmel und ist keine wirkliche Abkühlung mehr.
So erreichte ich verschwitzt die Küste des karibischen Meers. Da fand ich einen kleinen Campingplatz direkt am Wasser mit einem Privatstrand. Da ich der einzige Gast war hatte ich die ganze Anlage für mich alleine. So Sprang ich erst mal in die Wellen. Doch zu meiner Enttäuschung war auch das keine Abkühlung da das Meer über 30 Grad warm ist und Wellen hat es auch nicht wirklich. Ich blieb trotzdem zwei Nächte auf dem Campingplatz und verbrachte einen Tag am Strand mit nichts machen und das Leben geniessen, bevor ich weiter nach Cartagena fuhr.
Der nördlichste Punkt von Südamerika liegt zwar noch knapp 500 km im Nordosten. Dieser Punkt ist jedoch nicht ganz einfach zu erreichen und liegt überhaut nicht auf meinem Weg nach Nordamerika. Also beschloss ich ihn nicht zu besuchen und wählte Cartagena als Zielort für meine Südamerikadurchquerung. Nach 264 Tagen, 14‘674 km und 178‘150 Höhenmeter nach meinem Aufbruch in Ushuaia bin ich nun in Cartagena angekommen. Ich habe somit nach Europa den zweiten Kontinent komplett mit dem Velo durchquert. Dabei habe ich über einen Drittel des Äquatorumfangs zurückgelegt und bin etwas mehr 20-mal die Höhe des Mont Everest hinaufgefahren.
Während andere beim erreichen eines Ziels jubeln, feiern und sich freuen, so werde ich oft eher melancholisch und nachdenklich. So auch dieses Mal. Ich bin zwar stolz auf meine Leistung und glücklich hier zu sein, jedoch auch traurig Südamerika schon bald zu verlassen. Ich habe es genossen durch die spannenden und abwechslungsreichen Landschaften zu fahren und fühlte mich hier sehr wohl.
Das Erreichen eines Ziels zeigt mir zudem, dass auch dieses Leben unterwegs
einmal ein Ende haben wird. Was mache ich danach? Wo und wie werde ich leben,
was arbeiten?
Zum Glück gibt es oberhalb von Südamerika noch ein Nordamerika! Somit kann ich noch eine Weile weiter in den Norden fahren, weitere Länder und Landschaften erkunden und muss mein Reiseleben noch nicht aufgeben.
Zum Glück gibt es oberhalb von Südamerika noch ein Nordamerika! Somit kann ich noch eine Weile weiter in den Norden fahren, weitere Länder und Landschaften erkunden und muss mein Reiseleben noch nicht aufgeben.
Bei meinen ersten Radreisen war die Zieldepression noch viel stärker und ich wusste nicht was mit mir falsch läuft, dass ich mich nicht so sehr freuen kann. Nun kenne ich das von mir und es erstaunt mich nicht mehr so sehr.
Weiterreise
Bis ich Südamerika definitiv verlasse, verbringe ich noch ein paar Tage hier in Cartagena. Da es ausser Schmugglerpfade keine Verbindung auf dem Landweg von Kolumbien nach Panama gibt, muss man entweder per Flieger oder mit einem Boot den Darien Gap umfahren. Ich entschied mich für die teuerste und langsamste Variante. Mit einem Segelboot werde ich ende September via San-Blas-Inseln nach Panama fahren. Auf dieses Abenteuer freue ich mich auch sehr und bin gespannt wie das Reisen mit einem Segelboot im Vergleich zu einer Fähre ist.
Bis ich Südamerika definitiv verlasse, verbringe ich noch ein paar Tage hier in Cartagena. Da es ausser Schmugglerpfade keine Verbindung auf dem Landweg von Kolumbien nach Panama gibt, muss man entweder per Flieger oder mit einem Boot den Darien Gap umfahren. Ich entschied mich für die teuerste und langsamste Variante. Mit einem Segelboot werde ich ende September via San-Blas-Inseln nach Panama fahren. Auf dieses Abenteuer freue ich mich auch sehr und bin gespannt wie das Reisen mit einem Segelboot im Vergleich zu einer Fähre ist.




