In den letzten zwei Jahren hab ich nun einen grossen Teil Europas per Velo entdecken können. Ich war nicht nur überrascht wie schnell ich auf dem kleinen Kontinent von der einen Seite auf die andere kam, sondern auch wie schnell sich die Landschaft und Kultur veränderte. Brauchte ich in manchen Ländern fast kein Geld, schrumpfte in anderen meine Reisekasse schneller als geplant. War es mancherorts kein Problem in der Wildnis frei zu zelten, fand ich an anderen Orten kaum eine Stelle um in Ruhe zu picknicken. Manche Länder haben viele und schöne Radwege, in anderen musste ich meinen Platz neben Lastwagen suchen und erkämpfen. Im Norden genoss ich die Ruhe in der Wildnis, beobachtete die Mitternachtssonne und Polarlichter. Im Süden hatte ich Wärme, konnte im Meer baden und hatte nie Probleme genügend Lebensmittel beschaffen zu können.
Auch wenn ich viel gesehen hab, hab ich immer noch 1000 Ideen, was ich noch alles sehen und entdecken könnte. Europa ist mit seiner Vielseitigkeit ein idealer Ort um mit dem Velo zu erfahren. Ich werde sicher noch mehr Abenteuer von zuhause aus starten. Nun zieht es mich jedoch etwas weiter weg. Mein Erspartes ist noch nicht zu Ende aufgebraucht und ich will die Gelegenheit nutzen keine Verpflichtungen hier in der Schweiz zu haben und noch mehr von der Welt sehen. Was könnte ich also als nächstes machen? Da hier auf der Nordhalbkugel nun wieder Winter ist, muss es wieder etwas auf der anderen Seite der Erde sein. Neuseeland hab ich bereits gesehen, Australien ist selbst mir zu heiss, Afrika hat mir meistens zu viele Menschen und zu gefährliche Tiere. Also bleibt noch Südamerika.
Es brauchte keine grosse Recherche bis ich mich in die Idee verliebte. Nicht zu viele Menschen, unendliche Weiten, viel Natur, spannende Tiere und jede Menge Abenteuer ohne zu viele Gefahren. Also buchte ich mir einen Flug inklusive Velo nach Ushuaia und begann Spanisch zu lernen. Ushuaia ist die südlichste Stadt der Welt und liegt im Feuerland. Von da aus liegt der gesamte amerikanische Kontinent vor mir und ich kann lange, sehr lange in den Norden fahren bis es nicht mehr weiter geht. Wo genau ich durchfahre, was ich alles besuchen und entdecken werde weiss ich noch nicht. Auch wie lange ich unterwegs sein werde und wie lange mein Geld noch ausreicht ist mir noch nicht klar. Auf meinen letzten Reisen hab ich gelernt, dass alles anders kommt als geplant. Warum sollte ich nun viel Energie und Zeit in die Planung stecken, wenn es eh anders kommt? Viel lieber mache ich rollende Planung und schaue vornweg was kommt und wonach ich Lust hab.
Auch weiterhin werde ich Bilder und Texte von meiner Reise hochladen und mit euch teilen.
Hier könnt ihr meine Reise weiterhin verfolgen:
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Polarsteps: Kilian Schneider
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